Feld und Flur

Rode befindet sich im sogenannten Weinland – einem Teil Siebenbürgens, der aufgrund besonderer klimatischer Bedingungen sehr gut für den Anbau von Wein geeignet ist. Daher lag Rode für lange Zeit malerisch eingebettet in üppige Weingärten, von denen jedoch leider keine mehr übrig geblieben sind.

Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes und der damit einhergehenden Auswanderung der noch weinbaukundigen sächsischen Roder, verkamen und verwilderten die noch bestehenden Weinberge bis zum letzten Rebstock. Man kann heute nur noch an manchen Stellen die in sozialistischer Zeit angelegte Terrassierung an den Hängen ringsum Rode erkennen. Der Roder Wein genoss in Siebenbürgen einen besonders guten Ruf und wurde sogar bis nach Budapest und Wien verkauft. Auch noch Ende des 20. Jahrhunderts wurde rumänischer Wein mit der Herkunftsbezeichnung „Wein aus Rode“ vermarktet, als in Rode schon längst kein Wein mehr gekeltert wurde.

Diese für die Roder so kostbaren Weinberge, die über Jahrhunderte immer eine wichtige Einnahmequelle waren, wurden in Rode „Waunertheelt“, also „Weingartenhalde“ genannt. Jeder hatte zur genauen Unterscheidung einen ihm eigenen Flurnamen. Diese entwickelten sich über Jahrhunderte nicht nur für die Weinberge, sondern auch für die Felder und Wälder, die zur Gemarkung von Rode gehörten.

In seinem Buch „Rode im Kokelland“ hat Michael Bürger  hierzu ein umfassendes Verzeichnis der Roder Flurnamen in alphabetischer Reihenfolge samt ihrer jeweiligen Herkunft, Lage in der Gemarkung und ursprünglichen Nutzung, angelegt. Es kann hier eingesehen werden >>>

 

Hier ein paar Eindrücke der Landschaft rings um Rode:

 

Ansicht der Roder Kirche mit den damals noch vorhandenen Weinbergen im Hintergrund

 

Blick auf Rode vom „rumänischen Berg“, der sich hinter dem rumänischen Friedhof erhebt. Hinter der Kirche sind noch die im Kommunismus angelegten Terrassen am Hang des sogenannten „Pfaffentals“ zu erkennen.

 

Im Vordergrund ist die orthodoxe, rumänische Kirche zu sehen. Dahinter die evangelische, sächsische Kirche mit dem Pfarrhaus daneben. Jenseits des Tales, hier rechts im Bild, liegt am „Point-Hang“, unter großen Nadelbäumen versteckt, der evangelische Friedhof.

 

Rumänischer Friedhof

 

Blick vom „Rosental-Berg“ auf den unteren Teil von Rode

 

Blick vom „rumänischen Berg“ über den unteren Teil von Rode in das Tal der Kleinen Kokel.

 

Blick von der „Heelt“ (Halde) auf die Durchgangsstraße, die durch Rode führt und das Tal der Großen Kokel mit dem der Kleinen Kokel verbindet.

 

Blick auf die „Jireßau“ (große Au). Sie nimmt den Grund des Roder Nebentals von seiner Mündung ins Haupttal (hier links im Bild) bis zum „Wereschtool“, dem „Wereschtal“ (hinten im Bild), ein. Auf der rechten Seite ist der zu kommunistischer Zeit angelegte Baumgarten zu sehen.

 

Blick Richtung Maldorf vom „Birkental-Berg“. Im Tal ist die Durchgangsstraße, die durch Rode führt und das Tal der Großen mit dem der Kleinen Kokel verbindet, zu sehen.

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