Tracht

Die Roder Tracht, also die traditionelle Kirchen- und Festtagskleidung, gehört zu den ältesten und ursprünglichsten Trachten Siebenbürgens. Sie hat sich – neben den Trachten nur weniger anderer Gemeinden – ihr mittelalterliches Erscheinungsbild fast vollständig bewahrt. Die Geschichte der Tracht in Rode und Siebenbürgen finden sie hier >>>

 

Gruppenbild der Teinehmer am Trachtenumzug beim Heimattreffen der Siebenbürger-Sachsen in Dinkelsbühl 2015

 

Roder Brautpaar mit typischem achtstrahligem Brautkranz und Bräutigamsstrauss aus Kunstblumen, begleitet von „Brautmagd“ und „Brautknecht“

 

Mädchen- und Jungentracht noch nicht konfirmierter Kinder

 

Konfirmierte Jugend – die Mädchen tragen ab der Konfirmation den schwarzen Samtborten

 

Verheiratete Männer und Frauen – Männer im typischen, bunt bestickten Kirchenpelz und mit Mardermütze. Die Frauen trugen als Patin oder zu Hochzeiten bis zum 40. Lebensjahr die schwarze Festbockelung mit bunten Seidenbändern und Silbernadeln. Eine Besonderheit bei der Frauentracht stellt der bunt bestickte Brustlatz dar – er wurde in der kalten Jahreszeit auch unter der grünen Joppe getragen. Anleitung für die Festbockelung hier >>>

 

Frauen mit einfacher weißer Bockelung – diese schlichtere Form der Bockelung wurde ab dem 40. Lebensjahr bis ins hohe Alter – sowie in Trauerfällen auch von jungen Frauen – in weiß getragen. Vor dem 40. Lebensjahr in schwarz oder blau. Anleitung für die einfache Bockelung hier >>>

Ab dem 60. Lebensjahr ungefähr, trugen die Frauen ein groberes, blickdichtes weißes Leinentuch mit rotem Streifen anstatt dem weißen Nesseltuch. Anleitung für die weiße Bockelung hier >>>

 

Alte Fotos unserer Roder Vorfahren in Tracht

 

Sara Bürger, geb. Bell in Festbockelung

 

Sara Derra, geb. Bell in schwarzer einfacher Bockelung und ihre Mutter Sara Bell, geb. Ziss in weißer einfacher Bockelung

 

Katharina Arndt, geb. Ziss in schwarzer einfacher Bockelung mit ihrer Tochter Katharina, verh. Bell

 

Frauen in schwarzer und weißer einfacher Bockelung und konfirmierte Mädchen in der Kirche

 

Konfirmandinnen am Tag ihrer Konfirmation. Eine Besonderheit der Roder Tracht stellt dabei das feine schwarze oder blaue Nesseltuch dar, das zu diesem Anlass über dem Borten aus Samt getragen wurde. Außer zur Konfirmation, trugen konfirmierte Mädchen diese besondere Tracht auch in Trauerfällen.

 

Vorne vier Taufpatinnen, die beiden Mittleren halten die Täuflinge. Drei davon in schwarzer Festbockelung, eine noch unverheiratet mit schwarzem Borten. Dahinter sind einige gebockelte Frauen mit feinem weißen Nesseltuch und eine mit einem groberen, blickdichten Tuch aus Leinen zu sehen. Auf der Treppe sieht man neben gebockelten Frauen auch Mädchen mit weißem „Knüpftuch“.

 

Unten eine Seite aus dem Buch „Die Festtracht der Siebenbürger Sachsen“, die sehr anschaulich die deutliche Ähnlichkeit zwischen der Art der Bockelung in Rode und der Art der Kopfumhüllung einer flämischen Frau des 15. Jahrhunderts zeigt. Diese „Technik“ haben die Roder demnach noch aus ihrer Urheimat mitgebracht.

 

Trachtenpflege

Die Pflege, das korrekte Bügeln und die richtige Aufbewahrung der aufwendig gearbeiteten Trachtenstücke ist ein Kapitel für sich.

 

Dazu hier ein paar hilfreiche Tipps:

Pflege und Aufbewahrung der Frauentracht hier >>>

Pflege und  Aufbewahren der Männertracht hier >>>

 

Ein sehr anschauliches Video zu diesem Thema mit vielen Roder Mitwirkenden ist auf „YouTube“ zu sehen: „Siebenbürgisch-Sächsische Trachten: Pflegen, Verpacken und Aufbewahren“!

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