Viertes Roder Treffen in Fürth

Am 31.Juli und 1.August 1993 versammelten sich in der modernen Stadthalle von Füth über 700 Gäste des vierten Treffens  der Heimatortsgemeinschaft Rode. Die vorausgegangenen Treffen dieser HOG hatten 1980 in Würzburg, 1985 in Fürth und 1990 in Traun (Oberösterreich) stattgefunden.

Martin Feifer, der Vorsitzende der HOG, begrüßte die Gäste, die vor allem aus Deutschland und Österreich, aber auch aus den USA und Kanada und selbst aus Rode angereist waren. In seiner Eröffnungsansprache  mußte er allerdings feststellen, daß nicht nur der Putz von den alten Häusern in Rode abbröckelt, sondern leider auch der Gemeinschaftssinn bei den Rodern, vor allem bei der Jugend. Man mache sich Sorgen, wer in Zukunft in der HOG Verantwortung übernehmen wolle. Doch hoffe man auf ein harmonisches Verhältnis zwischen den Generationen.

Der kulturelle Teil des Treffens wurde eingeleitet von Glockenklängen der Roder Kirche. Es sang der Chor unter Leitung von Martin Schuller.(Moderation: Elfriede Burz); Katharina Schuller trug ein von ihr in den Roder Dialekt übertragenes Schuster-Dutz-Gedicht vor.

Dem Fürther Bürgermeister, Herrn Abraham Leonhardt, wurde nach seiner Begrüßungsansprache von StefanRoth und Irmgard Oesterhues eine Erinnerungsurkunde des Bürgermeisters von Chicago überreicht.

Anschließend trat die Roder Jugendtanzgruppe unter der Leitung von Ilse Bell auf, die auch das gesamte Programm moderierte. Ergänzt wurde es durch Gedichtvorträge von Hans-Karl Bell („In Gedanken“ von Gerd Buchner), Sara Schlottner und Katharina Folkendt („Ein Zwiegespräch von Wasser und Wein“ sowie die „Anatomie in Versen“ von Schuster Dutz). Zum Schluss gab es für die Kinder im Saal einen Sketsch, bei dem alle mitmachen konnten. Die Leitung hatten dabei Martina Feifer und Klaus Michael Bell.

Die Tanzunterhaltung  vom Samstagabend gestaltete traditionsgemäß die „Melody-Band“ aus Würzburg unter der Leitung des Roder Landsmannes Gerhard Roth.

Am Sonntag leitete Pfarrer Rudolf Meltzer, der die Gemeinde Rode auch in schweren Zeiten viele Jahre betreut hat, in der Michaeliskirche den Gottesdienst. In seiner Predigt mahnte er die Zusammengehörigkeit der Roder, den bewährten Gemeinschaftssinn der Siebenbürger Sachsen an.

Das Ständchen der Siebenbürger Blaskapelle Nürnberg e.V. leitete über zum Mittagessen, dem sich der Rechenschaftsbericht des HOG-Vorstands anschloß.

Die beim Treffen anwesenden „Nichtroder“, zu denen auch ich gehöre, durften wiederum froh und stolz sein, mit einer Roderin verheiratet zu sein oder ganz einfach aus Freundschaft zur Gemeinde mitzumachen.

Dem Vorstand und dem Organisationskomitee gebührt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Zu begrüßen wäre es, wenn sich noch mehr Roder zur Mitgliedschaft in der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen entschließen würden.

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